Marianna Dürr
Von meiner Ausbildung her bin ich Primarlehrerin. Seit 2012 bin ich im Transitzentrum Davos Laret an der Primarschule für Flüchtlinge, die ich damals selbst aufgebaut habe, tätig. Die Erkenntnisse und Erfahrungen aus meiner Ausbildung zur systemischen Beraterin am Syst-Institut, insbesondere aus dem Modul „Lösungsfokussierte Krisenintervention und Grundlagen der Psychotraumatologie“ bei Hélène Dellucci, kann ich hier sehr gut einsetzen.
An meinem Beruf fasziniert mich vor allem der Zusammenhang von Lernen und Emotionen. Das bedeutet für mich, dass für eine optimale Entwicklung die Arbeits- beziehungsweise die Lernumgebung stressfrei gestaltet werden muss. Dazu gehört in erster Linie ein ehrlicher, respektvoller und einfühlsamer Umgang unter allen Beteiligten. Die Bücher von Marshall B. Rosenberg zur gewaltfreien Kommunikation sind für mich dabei wegweisend, weil die Methode der ehrlichen und einfühlsamen Kommunikation für Kinder leicht zu lernen ist. Auch wenn wir Erwachsenen uns schwerer damit tun – ich versuche es immer wieder und lerne dazu.
Monika Baumgartner
Weil mich fasziniert, welchen Einfluss die Sprache auf unsere Wahrnehmung hat und was man mit einer sorgsamen Wortwahl bewirken kann, habe ich nach dem Studium den Weg in die Kommunikation gesucht. Während rund 20 Jahren war ich in verschiedenen Funktionen der Unternehmenskommunikation in internationalen Konzernen tätig, seit 2019 bin ich als selbständige Kommunikationsberaterin unterwegs.
Über meinen Hund, einem American Staffordshire Terrier (Mix?) mit problematischer Vorgeschichte bin ich auf das Thema Ressourcen- respektive Stressmanagement gestossen. Denn Milo kommt aus dem Tierheim und hat aufgrund seiner Geschichte wenig Ressourcen. Das bedingt einen behutsamen und achtsamen Umgang mit ihm. Dank Milo bin ich auf das für mich einflussreichste Buch überhaupt gestossen, Animals in Translation von Temple Grandin. In ihrem bahnbrechendes Buch schreibt die Autistin darüber, wie Tiere und insbesondere auch Hunde die Welt wahrnehmen, welche Emotionen sie kennen, respektive welche neurologischen Prozesse sich in deren Körper abspielen. Sie zeigt auf, wie wir den Tieren mit diesem Wissen ein stressärmeres und somit gesünderes Leben bieten können. Da wir Menschen auch nur Tiere sind, lässt sich sehr viel von diesem Wissen auch im eigenen Umgang mit Stress anwenden!