Lösungsfokussierte Gespräche ermächtigten uns, Erfahrungen und Erlebnisse neu einzuordnen und einen anderen Blick auf unsere Biographie zu werfen. Wir können unser Verhalten und unsere Vergangenheit würdigen und darin unsere inneren und äusseren Ressourcen erkennen, um der Zukunft zuversichtlich entgegenzusehen.
Aber ist es nötig, seine tiefsten Geheimnisse preiszugeben, um die Vergangenheit hinter sich zu lassen oder mit schwierigen Situationen in der Gegenwart zurechtzukommen?
Nein.
Lösungsfokussierte Gespräche ermöglichen es uns, Themen zu verarbeiten, ohne dass wir die Inhalte verraten müssen.
Traumatisierende vergangene Erlebnisse müssen nicht aus der Erinnerung hervorgeholt und nochmals durchlebt werden, um sie einordnen und im Leben weiter vorangehen zu können.
Aber natürlich kann es gut tun, sich Erlebtes und Belastendes von der Seele zu reden.
Unsere Sprache spielt dabei eine zentrale Rolle, denn sie bestimmt darüber, wie wir Erlebnisse oder Situationen wahrnehmen.
Indem wir lernen, uns selbst genau zuzuhören, gelingt es uns besser, Erlebnisse und belastende Situationen aus einer anderen Perspektive zu betrachten und uns der eigenen Verhaltensmuster bewusst zu werden.
Worüber in der Beratung gesprochen wird, – das eigentliche Thema – bestimmt ausschliesslich die Kundin oder der Kunde. Die Aufgabe des Gesprächpartners ist es, die geeigneten Methoden für den Beratungsprozess zur Verfügung zu stellen und diesen zu leiten.
Mögliche Themen sind:
- Konflikte
- Überlastung
- Erschöpfung
- Übergänge
- Neuorientierung
- Dilemmata